Geschäfts­bericht 2019

Bericht des Aufsichtsrats


Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten und die Geschäftsführungsmaßnahmen überwacht. Dabei war er in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlichen und mündlichen Berichten umfassend und zeitnah über den Gang der Geschäfte, die Lage und Entwicklung der Gesellschaft, über bedeutsame Geschäftsvorfälle, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie über grundsätzliche Fragen der zukünftigen Geschäftsführung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam der Aufsichtsrat zu drei ordentlichen Sitzungen zusammen, die erforderlichen Beschlussfassungen aufgrund eines Vorstandswechsels erfolgten im schriftlichen Verfahren; als Nachfolger des zum 31. Dezember 2019 ausgeschiedenen Kurt Rommel wurde Dr. Catharina Friedrich mit Wirkung ab 1. Januar 2020 zum Mitglied des Vorstands der rhenag bestellt. Frau Friedrich hat ihr Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2019 niedergelegt. Ebenfalls ihr Mandat niedergelegt hat Hildegard Müller mit Wirkung zum Ablauf des 10. Oktober 2019.

Entscheidungen des Aufsichtsgremiums wurden auf Basis von ausführlichen Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands getroffen. Über Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen informiert. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz und Satzung notwendigen Beschlüsse gefasst. Sofern erforderlich, geschah dies auch im Umlaufverfahren. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Ereignisse von außerordentlicher Wichtigkeit für die Lage und Entwicklung des Unternehmens konnten somit ohne Zeitverzug erörtert werden.

Zu den zentralen Beratungen des Aufsichtsrats zählten im Geschäftsjahr 2019:

  • die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr,
  • die mittelfristige Unternehmensplanung für das kommende Geschäftsjahr und die beiden folgenden Jahre,
  • der Strategieprozess der rhenag bis 2025,
  • das Konzessionsgeschäft und insbesondere die Konzessions- und Kooperationsvertragsangebote der 100%igen Tochtergesellschaft Rhein-Sieg Netz GmbH (RSN), Siegburg
  • die Festlegung variabler Vergütungsbestandteile des Vorstands.


Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der rhenag Rheinische Energie AG zum 31. Dezember 2019 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer war von der Hauptversammlung am 13. Februar 2019 gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragt worden.

Die Jahresabschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 12. Februar 2020 ausgehändigt worden. Die Unterlagen wurden in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer, die den Prüfungsbericht unterzeichnet haben, umfassend beraten. Die Wirtschaftsprüfer berichteten dabei über wesentliche Ergebnisse ihrer Prüfung. Außerdem standen sie für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns auch seinerseits eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Er hat den Bericht des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung an. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss der rhenag Rheinische Energie AG zum 31. Dezember 2019, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an, der die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 12,65 € je Stückaktie vorsieht.

Der nach § 312 AktG vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde ebenfalls durch den Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  1. 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  2. 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Bericht wurde auch allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zugeleitet. Der verantwortliche Abschlussprüfer hat an der Beratung des Aufsichtsrats über den Bericht teilgenommen und zudem über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung mündlich berichtet. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen. Er erklärt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung, dass gegen die Ausführungen des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen zu erheben sind.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der rhenag Rheinische Energie AG für ihre im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit. Mit Einsatzbereitschaft und Kompetenz haben sie entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beigetragen.

Köln, 12. Februar 2020
Der Aufsichtsrat

 

Dr. Jürgen Grönner
- Vorsitzender -