Geschäfts­bericht 2019

Personal- und Sozialbericht

Personalmanagement

Um die Motivation und Leistungsbereitschaft unserer Mannschaft weiter zu fördern, haben wir 2019 wesentliche Regelungen für das Arbeiten in unserer Unternehmensgruppe modernisiert. Zum einen haben wir die Rahmenbedingungen sowohl in zeitlicher als auch räumlicher Hinsicht noch einmal deutlich flexibler gestaltet. Zum anderen wurde das Instrumentarium für eine leistungsorientierte Vergütung grundlegend umgebaut und auf die Herausforderungen eines Unternehmens ausgerichtet, dessen Märkte sich in einem immer schnelleren Tempo verändern.

Zu welchen Zeiten genau die rhenag-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter arbeiten und von wo aus sie dies tun, entscheiden sie von nun an in einem weit gesteckten Rahmen selbst. Nicht Präsenz ist die maßgebliche Größe, sondern Produktivität. Die steigt nach unserer Überzeugung beispielsweise, wenn lange Fahrzeiten ins Büro entfallen und stattdessen zwischen zwei Terminen mobil von zuhause aus gearbeitet werden kann. Sie steigt auch, wenn sich Arbeit durch eine höhere Flexibilität besser mit familiären Belangen vereinbaren lässt.

Diese Modernisierung der Rahmenbedingungen basiert auf unserer Überzeugung, dass unsere Mitarbeiter ihre Freiräume im Sinne des Unternehmens nutzen und zusätzliche Motivation aus selbstbestimmtem Arbeiten sowie dem hohen Maß an entgegengebrachtem Vertrauen ziehen.

Zeitgleich haben wir 2019 auch das System der leistungsorientierten Vergütung auf eine neue Grundlage gestellt. Ziel war es, den Fokus stärker auf den Gesamterfolg des Unternehmens zu legen. Eine solche Systematik stärkt das unternehmerische Denken und entspricht der heutigen Arbeitswelt, in der abteilungsübergreifendes, interdisziplinäres Arbeiten an Bedeutung gewinnt.

Gleichwohl behält rhenag auch die Leistungen einzelner Mitarbeiter und einzelner Teams im Blick. Überdurchschnittliche Leistungen werden auch auf dieser Ebene weiterhin honoriert. Dafür haben wir den rhenag-Führungskräften 2019 ein breiteres Instrumentarium an die Hand gegeben, mit dem sie auf sehr vielfältige Weise die Motivation und Arbeitszufriedenheit von Leistungsträgern stärken können. In welcher Höhe und in welchem Umfang diese Instrumente genutzt werden, liegt in erster Linie in der Entscheidungshoheit – und in der Verantwortung – unserer Führungskräfte.

Einen weiteren wichtigen Akzent haben wir 2019 bei der Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in privaten Belastungs- oder Krisensituationen gesetzt. So haben wir uns über spezialisierte Dienstleister Ressourcen zur Hilfe in Pflegesituationen, bei der Vermittlung von Kinderbetreuungslösungen oder auch bei der Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen gesichert. Auch Präventionsmaßnahmen gegen psychische Belastung am Arbeitsplatz sind Teil des Angebots. Für Mitarbeiter, die in eine akute Krise geraten, können wir nun umgehend eine professionelle psychologische Hilfe bereitstellen.

Mit diesen Zusatzleistungen unterstreicht rhenag, dass sie sich umfassend um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmert und zeitgemäße Angebote zur Sicherstellung einer hohen Arbeits- und Lebensqualität macht.

Personalstruktur


Die Betrachtung der Mitarbeiteräquivalente (MÄ), die Nicht-Vollzeitbeschäftigte prozentual bzw. zeitanteilig erfasst, zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2019 für die rhenag einen Personalbestand von 274,9 MÄ, für die RSN 165,3 MÄ und für die WWN 11,7 MÄ. Der Personalbestand beträgt damit insgesamt 451,9 MÄ und ist gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 442,0 MÄ um rund 2 Prozent gestiegen. Damit schaffen wir in unserer Kerngruppe im sechsten Jahr in Folge neue Arbeitsplätze. Diese Entwicklung spiegelt den immer weiter steigenden Anteil an personalintensiven Dienstleistungstätigkeiten wider – ein Trend, der insbesondere auf unsere wachsende Stadtwerkekooperationssparte zurückzuführen ist.

*) Die Angabe zur Belegschaft in Mitarbeiteräquivalenten (MÄ) – ohne Auszubildende – berücksichtigt Nicht-Vollzeitbeschäftigte prozentual bzw. zeitanteilig